Lungenkrebsfrüherkennung für Raucherinnen und Raucher ab 50 Jahren

Seit April 2026 gehört die Lungenkrebsfrüherkennung mittels Niedrigdosis-CT (Low-Dose-CT) für bestimmte Raucherinnen und Raucher zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Ziel ist es, Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen – oft noch bevor Beschwerden auftreten.

Wer kann teilnehmen?

Das Angebot richtet sich in der Regel an Menschen:

  • zwischen 50 und 75 Jahren
  • die aktuell rauchen oder früher geraucht haben
  • mit langjährigem und erhöhtem Tabakkonsum („Packungsjahre“)

Die Untersuchung kann einmal jährlich durchgeführt werden. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, wird in einem ärztlichen Gespräch geklärt.

Warum kann die Früherkennung sinnvoll sein?

Lungenkrebs verursacht im frühen Stadium häufig keine Beschwerden. Wird er erst spät entdeckt, sind die Behandlungsmöglichkeiten oft eingeschränkt.

Die Früherkennung mit einer speziellen Niedrigdosis-CT kann helfen:

  • Lungenkrebs früher zu erkennen
  • Heilungschancen zu verbessern
  • belastende Therapien möglicherweise zu vermeiden
  • Lebenserwartung und Lebensqualität zu erhöhen

Studien zeigen, dass der Nutzen der Untersuchung bei Menschen mit erhöhtem Risiko größer ist als die möglichen Nachteile.


Was gibt es vorher zu bedenken?

Wie jede Früherkennungsuntersuchung hat auch das Lungenkrebsscreening mögliche Nachteile. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) informiert hierzu transparent und verständlich.

Dazu gehören unter anderem:

  • Falsch auffällige Befunde:
    Manchmal zeigen sich Veränderungen, die sich später als harmlos herausstellen. Das kann zusätzliche Untersuchungen und Verunsicherung verursachen.
  • Weitere Untersuchungen:
    In einzelnen Fällen können Kontroll-CTs oder invasive Untersuchungen notwendig werden.
  • Strahlenbelastung:
    Die eingesetzte Strahlendosis ist niedrig, dennoch besteht eine geringe zusätzliche Strahlenbelastung.
  • Entdeckung sehr langsam wachsender Tumoren:
    Manche Tumoren hätten möglicherweise nie Beschwerden verursacht, werden aber trotzdem behandelt.

Deshalb ist eine persönliche Beratung vor der Untersuchung besonders wichtig.

Ablauf der Untersuchung

  1. Beratung in der Hausarztpraxis
  2. Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen
  3. Überweisung zu einer qualifizierten radiologischen Praxis
  4. Durchführung einer Niedrigdosis-CT der Lunge
  5. Besprechung der Ergebnisse und ggf. weiteres Vorgehen

Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.

Gerne beraten wir Sie

Wenn Ihre bisherige Hausarztpraxis die Beratung oder Überweisung zur Lungenkrebsfrüherkennung aktuell noch nicht anbietet, können Sie sich gerne auch an unsere Praxis wenden.

Wir beraten Sie verständlich, individuell und ohne Zeitdruck dazu, ob die Untersuchung für Sie sinnvoll sein kann.

Weiterführende Informationen

G-BA Informationen zur Lungenkrebsfrüherkennung

Versicherteninformation / Broschüre des G-BA

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